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Wanderwege im Lillachtal runderneuert
Die Kalktuffbildungen der Lillach – allgemein als Sinterstufen bekannt – haben die Gemeinde Weißenohe auch über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt gemacht. Seit 1976 ist das Lillachtal Naturdenkmal, jedes Sommerwochenende strömen fast 2.000 Besucher hierher. Damit diese auf dem richtigen Weg bleiben, hat der Naturparkverein in Besucherlenkungsmaßnahmen investiert. Nun wurden die Neuerungen vorgestellt.

Wenn tausende Füße auf den zum Teil schmalen Uferpfaden entlang der Lillach wandern, entstehen zwangsläufig Beschädigungen oder neue Trampelpfade. Das beschäftigte immer wieder den Gemeinderat in Weißenohe, der schon 1997 damit begann, umfangreiche Vorkehrungen zu treffen. So wurden die Wanderwege ausgebaut und in ihrem Verlauf vom Bach getrennt sowie mit Holzstegen und Geländern gesichert. Inzwischen sind diese Anlagen in die Jahre gekommen und mussten zum Teil schon wiederholt ausgebessert oder teilerneuert werden.

Nun kam der Naturpark Fränkischen Schweiz – Veldensteiner Forst mit seinem Arbeitstrupp ins Spiel, um die Wege und Geländer rundum zu erneuern. Auf 413 laufenden Metern wurden sämtliche Geländer mit Eichenkantholz versehen. Dazu kamen 149 Metallpfostenträger, die auf Stahlbetonfundamenten stehen. Die Treppenanlagen wurden durch den Einbau von 90 neuen Stufen trittsicher gemacht. Drei Hangbrücken in Längen von vier, 20 und 26 Metern mit Trägern und Belag aus Eichenholz wurden angebracht.

Um den Besuchern die Möglichkeit zu geben, die Natur auch in den Rastpausen zu genießen, wurden fünf neue Sitzgruppen errichtet, die aus je zwei Bänken und einem Tisch aus Eichenkernholz bestehen.

Für die dabei angefallenen 1.200 Arbeitsstunden, für die die drei Arbeiter zehn Wochen gebraucht haben, sind Lohnkosten von rund 33.000 Euro angefallen. Für Fahrt-, Geräte und Maschinenkosten wurden noch einmal 7.500 Euro angesetzt. Einschließlich sämtlicher notwendiger Baumaterialien hat die Gesamtmaßnahme rund 80.000 Euro gekostet. Nun konnten Bürgermeister Rudi Braun und Naturpark-Geschäftsführer Wolfgang Geißner das gelungene Werk im Rahmen einer Begehung Landrat Hermann Ulm vorstellen, der sich von den Arbeiten selbst ein Bild machen wollte.

(Text und Bild: Rolf Riedel)