Zur Startseite


















                                      
11. Höhlenführerschulung: 24 neue Höhlenführer!
In den nächsten Tagen öffnen die sechs Schauhöhlen im Jura wieder ihre "Tore zur Unterwelt", um den Besucher fachkundig in das Reich der Tropfsteine und Märchenpaläste unter Tage zu geleiten.

Der Besuch einer Schauhöhle sollte als nachhaltiges Erlebnis im Gedächtnis des Besuchers hängen bleiben. Dabei spielen nicht nur schöne Tropfsteine und eine effektvolle Beleuchtung eine große Rolle, sondern in ganz erheblichem Maße auch der Höhlenführer, der es verstehen sollte, den Besuchern seine Höhle und die geheimnisvolle Unterwelt lebendig und sachkundig zu vermitteln.

Die Interessengemeinschaft Nordbayerischer Schauhöhlen INS, zu der sich mittlerweile sechs Schauhöhlen der Region, die Binghöhle Streitberg, die Sophienhöhle Burg Rabenstein, die Teufelshöhle Pottenstein, die Maximiliansgrotte Krottensee, die Osterhöhle bei Trondorf und die König-Otto-Höhle Velburg zusammengeschlossen haben, betreibt unter dem Logo "Erlebniswelt Jurahöhen" nicht nur gemeinsame Werbung, sondern legt auch Wert auf eine fundierte Ausbildung ihrer Höhlenführer, damit sie auf Fragen ihrer Besucher fachkundig Antwort geben können.

Im Rahmen dieser Ausbildung trafen sich 24 Schauhöhlenführer in Pottenstein. Unter dem Thema "Im Meer geboren – vom Wasser gestaltet" führte der Referent, Dr. Hardy Schabdach, die Teilnehmer in die Geologie der Fränkischen Alb ein. Er nahm sie mit auf eine Reise durch die Jahrmillionen des Lias, des Dogger und schließlich des Jura, dessen Kalkfelsen unserer Landschaft das typische Erscheinungsbild einer Karstlandschaft verleihen, in der es über 3000 registrierte Höhlen gibt.

Die Schauhöhlen ermöglichen dem Besucher durch sicher ausgebaute Wege, einer effektvollen Beleuchtung und durch geschultes Führerpersonal ein lehrreiches und interessantes Erlebnis. Sie haben im Tourismusangebot unserer Region einen wichtigen Platz – in den vergangenen 8 Jahren haben fast 3 Millionen Gäste die sechs Höhlen besucht.

Dieter Preu, Sprecher der INS: "Jede unserer Schauhöhlen ist für sich eine Besonderheit und der Gast bekommt bei seinen Besuchen interessante Einblicke in die geheimnisvolle Höhlenwelt des Jura. Eine Neuauflage des beliebten "Reisepass durch die Unterwelt", der an den Kassen in etwa 3 Wochen erhältlich sein wird, geleitet ihn von Höhle zu Höhle und am Ende der "Reise" winkt eine kleine Überraschung. Für die kommende Saison fühlen wir uns gut gerüstet und bieten mit unseren geschulten Höhlenführern dem Besucher ein Naturerlebnis der besonderen Art unter Tage. Besonders Schulklassen und Jugendgruppen sollte diese Möglichkeit nutzen, denn der Besuch einer Höhle ist echte Umweltbildung im wahrsten Sinne des Wortes - cool"

(Text und Bild: Dieter Preu)