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Pottensteiner Wanderleitsystem wird in Kürze fertig
Tourismus in Pottenstein: Das neue Wanderleitsystem, mit dessen Ausbau Anfang 2013 begonnen worden ist, wird in diesem Jahr abgeschlossen. Das teilte Thomas Bernard, der Leiter der Touristinfo, bei einem Kurier-Gespräch mit. Insgesamt werden für dieses Wanderleitsystem nach dem Vorbild von Obertrubach 135 000 Euro gebraucht. Dafür bekommt die Stadt einen Staatszuschuss von 67 500 Euro vom Naturparkverein. 102 000 Euro kostet die Beschilderung der Wanderwege, 33 000 Euro sind für neue Wandertafeln eingeplant.

Wichtig sind für das Wanderleitsystem die Pfosten mit den Hinweisschildern und die Wandertafeln, auf denen sich die Naturliebhaber orientieren können. "Wir tauschen alle Tafeln aus" berichtet Bernard, "die ersten stehen schon". Insgesamt müssen 50 Tafeln ausgetauscht werden. Die neuen Pfosten, im Fachjargon Markierungsträger genannt, hat vorwiegend der Bautrupp des Naturparkvereins in Zusammenarbeit mit den vier FSV-Ortsgruppen aufgestellt. "Insgesamt sind es etwa tausend Pfosten", sagt Bernard. Richtig aufwendig sind die Herstellung und das Anbringen der ungefähr 3500 Schilder. "Da kommt es vor allem auf die Ortskenntnis an", betont der Tourismusfachmann. "Ohne die FSV-Gruppen in Pottenstein, Tüchersfeld, Hohenmirsberg und Kirchenbirkig wäre das nicht machbar. Man braucht dafür Leute, die die Wege und die Kreuzungen kennen." Allein auf dem Höhenweg zwischen dem neuen Aussichtsturm und der Elbersberger Kapelle müssen neun Pfosten aufgestellt werden, damit sich die Wanderer künftig gut orientieren können. Obertrubach und Pegnitz haben diese Hausaufgaben schon erledigt, Gößweinstein befindet sich in der Umsetzungsphase. "Es wird zwar eng, aber wir wollen bis Ende Juni alle Hinweisschilder an den Pfosten angebracht haben", kündigt Thomas Bernard an. Die neuen Schilder bestehen aus beschichtetem Aluminium und sind sehr witterungsbeständig. Anders als die alt hergebrachten Holztafeln. "Wenn das Projekt abgeschlossen ist, können wir das Thema Wanderschilder erst einmal für einige Jahre zu den Akten legen." Wenn der FSV-Vorsitzende Reinhardt Glauber bei seinem Bemühen erfolgreich sein sollte, in einigen Jahren den Deutschen Wandertag in die Fränkische Schweiz zu holen, wäre das eine sehr gute Sache für die Region, so Thomas Bernard.

Gegenwärtig blickt man allerdings erst einmal auf die kommende Landesgartenschau 2016 in Bayreuth. Pottenstein ist die einzige Kommune, die unter dem Motto "regionale Akzente"mit zwei Nebenstellen vertreten sein wird: Dem Fränkische-Schweiz-Museum in Tüchersfeld und dem Felsengarten Klumpertal.

Pottenstein werde auch für einen gewissen Zeitraum mit einem Pavillon auf der Landesgartenschau präsent sein, betont Bernard. Über das dafür benötigte Personal macht er sich keine großen Gedanken. Er baut auf bewährte Helfer aus der Region.

Der Tourismus-Chef kündigt auch an, dass sich die Stadt Pottenstein mit den diversen Freizeitangeboten in diesem Jahr noch mit einer neuen Internetseite präsentieren wird. "Es soll eine interaktive Karte werden", kündigt Bernard an, "wir werden also mit der Zeit und den Ansprüchen unserer Gäste gehen". Die möglichen Besucher sollen schnell und unproblematisch weiterhin einen Überblick über das Übernachtungsangebot und die freien Zimmer bekommen. "Wir sehen uns dabei als Vermittler zwischen den Gästen, die sich für Pottenstein interessieren und den Zimmeranbietern, die bei uns die Infos ins Netz stellen können." Gegenwärtig arbeitet das Tourismusbüro mit etwa 150 Häusern im Stadtgebiet zusammen. "Wir wollen weiterhin so aktuell und genau wie bisher sein, damit es zu keinem Fehler bei den Buchungen kommt. Das ist die Grundvoraussetzung für zufriedene Gäste, die möglicherweise wieder einmal zu uns kommen."

Bernard möchte außerdem vor allem die Tagesgäste auch in andere Bereiche "locken", die jenseits der an Wochenenden oft überlaufenen Erlebnismeile liegen: Zum Beispiel das "Geozentrum Hohenmirsberger Platte" mit dem Aussichtsturm und dem Fossilklopfplatz. Ein anderer Bereich liegt in Weidenloh, mit dem Golfplatz für jedermann und dem Baumkletterpark. "Die Leute, die zu uns kommen, sollen sich in Pottenstein länger aufhalten und auch öfter kommen, um all die Angebote zu nutzen.

Text: Von Klaus Altmann-Dangelat | Bild: Ralf Münch