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Jahreshauptversammlung des Naturparks!
Bärnfels – Zur diesjährigen Mitgliederversammlung hatte der Verein Naturpark Fränkische Schweiz-Veldensteiner Forst in den Gasthof „Drei Linden“ in Bärnfels geladen. Nach der Begrüßung der Mitglieder aus Gemeinden, Tourismus und Forstwirtschaft durch den Vorsitzenden, Landrat Reinhardt Glauber, hatte der Bürgermeister der gastgebenden Gemeinde, Willi Müller, das Wort. Er zeigte sich sehr zufrieden mit der Vielzahl der Projekte und bestätigte dem Naturparktrupp eine hohe Kompetenz.
Dabei gab Müller Einblick in die eigene Region, das Trubachtal mit einer engen Verknüpfung der Gemeinden Obertrubach, Egloffstein und Pretzfeld. Ausführlich ging Glauber auf die augenblickliche Situation ein und forderte die Gemeinden auf, mehr Förderanträge zu stellen. 300.000 bis 340.000 Euro war der Jahresumsatz in zurückliegenden Jahren. Im laufenden Jahr sind es bis dato nur 103.000 Euro, eine stark rückläufige Tendenz. „Das muss uns schon nachdenklich machen. Woran liegt das“, fragte der Vorsitzende. Weniger Geldmittel der Kommunen, andere Projekte als früher oder auch bürokratische Hemmnisse könnten eine Rolle spielen. Aber 50 Prozent Förderung sind immer drin. Wenn Gemeinden andere, bessere Fördermöglichkeiten bekommen, ist das auch in Ordnung. 26 Gemeinden und der Landkreis Bayreuth beteiligten sich 2011/2012 an Projekten.

21 Naturparkprojekte laufen zurzeit. Kurz ging Glauber auf die Beschilderung der Wanderwege im Bereich Trubachtal und Pottenstein ein. 6 neue Gemeinden seien jetzt dazu gekommen. Es sei wichtig, ein durchgängiges Konzept zu verfolgen, dabei dürften die Farben der Schilder auch einmal variieren. Die Kommunen und Ortsgruppen müsse man stark machen zur Pflege. Kritisch vermerkte Glauber, dass beim letzten Frankenweglauf, der erst vergangene Woche stattgefunden hat, überraschend ein Teil der Route mit den gleichen Schildern verändert worden ist. Der Frankenweg sei ein zertifizierter Weg und er bat die Gemeinden darum, die ursprüngliche Auszeichnung des Originalweges wieder herzustellen, die Kontrolle zur Zertifizierung stehe bevor. „Für 2013 haben 13 Gemeinden Projekte für den Arbeitstrupp angemeldet, das waren auch schon einmal 21. Wir haben noch Kapazitäten frei und wollen den Trupp weiter erhalten“, so Glauber.

Als zwei Vorzeigeprojekte nannte Glauber die Neugestaltung des Eingangsbereichs zum Wildgehege im Veldensteiner Forst und die Generalinstandsetzung der Steiganlage zum historischen Aussichtspunkt auf dem Schlossberg bei Haidhof, Stadt Gräfenberg. Die offizielle Vorstellung und Inbetriebnahme der Steiganlage erfolgt am Freitag, 5. Juli, um 13Uhr. Von Egloffstein bis Velden oder Pottenstein gibt es zahlreiche weitere gute Beispiele. Glauber hebt den Einsatz von Geschäftsführer Wolfgang Geißner hervor. Arbeitssätze des Naturparktrupps mit drei Mann einschließlich des Maschineneinsatzes sind nur möglich, wenn die Maximalkosten von 700 Euro pro Tag von den Auftrag gebenden Gemeinden übernommen werden können.
Dies entspreche immer noch einem günstigen Stundensatz von 20 bis 25 Euro. Glaubers Aufruf geht auch an alle Wege- und Wanderwarte, an Wegen und Aussichtspunkten die Geländer zu prüfen, die Haftung auszuschließen und gegebenenfalls den Trupp einzusetzen.

Dieter Preu berichtete aus dem Arbeitskreis Höhle und Karst, ein Glanzpunkt ist dabei der Ausbau des Infozentrums am Bahnhof Muggendorf. Über 3000 Besucher kamen 2012. Im Mai 2013 waren es bereits über 1000. Flora, Fauna und Geologie geben Anreiz, diese Besonderheiten im Naturpark zu entdecken.
Kassenprüfer Heiner Blank erläuterte den Haushaltsvoranschlag 2013, sowie das Ergebnis 2012. Letztes Jahr schloss die Kasse mit 305.705 Euro an Einnahmen und 286.225 Euro an Ausgaben. Mit dem erzielten Überschuss verfügt der Verein Ende 2012 über ein Guthaben von 33.045 Euro. Geschäftsführer Wolfgang Geißner verwies auf Mehreinnahmen von 10.000 Euro durch die Erhöhung der Mitgliedsbeiträge. Dirk Lüder, forstlicher Berater des Naturparks, referierte zur finanziellen Förderung von Erholungseinrichtungen im Staatsforst. Was ist förderungswürdig, was nicht.

Barbara Eichler, DAV-Regionalvertreterin für Klettern und Naturschutz in Nordbayern, befasste sich in ihrem Vortrag mit dem Thema „Kletterkonzeption als Erfolgsrezept zwischen Sport und Natur“. Über 1000 Kletterfelsen gebe es in der Region. Sie erwähnte den Spagat zwischen Naturschutz und Klettern. „Wir wollen eine schöne Kletterlandschaft, auch für die Nachfahren, so einer ihrer Sätze. Mittlerweile kämen Kletter aus der ganzen Welt hierher. Gregor Schmitt bestätigte, dass die Kletterer immer mehr werden. Es gebe partiell Verschmutzung an den Felsen. Vom fantastischen Alleinstellungsmerkmal Kletterinformationszentrum Obertrubach und Gästen aus allen Erdteilen schwärmt Willi Müller. „Kletterer sind ein Segen, die Natur eine Gottesgabe, das müssen wir nutzen“, so Müller. Sven König verwies auf von ihm gepflegte Internetplattform frankenjura.com und die dort vorhandenen Informationen. (Text: Franz Galster)