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Schutzhütte im Leienfelser Wald renoviert!
Obertrubach – Lang zieht sich der Herz-Therapie-Wanderweg durch das Pitztal, ausgehend vom Wanderparkplatz bei Obertrubach, durch den Leienfelser Wald. Es wird manchen Wanderer freuen, dort am oberen Teil, wo sich mehrere Wanderwege kreuzen, eine frisch renovierte Schutzhütte zu finden. Die Bayerischen Staatsforsten, Forstbetrieb Pegnitz, zeichnen für die Maßnahme verantwortlich, Zuschussgeber ist die Bayerische Forstverwaltung, vertreten durch das Amt für Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Bayreuth.
Ideengeber war Forstamtsrat Bernd Schultheiß, der Leiter des Reviers Leienfels, das zu Pegnitz zählt. Das Revier erstreckt sich von Pottenstein bis Haidhof und Kunreuth mit 1530ha Staatswald Betreuung, Jagd, Pflegemaßnahmen gehören zu den Aufgaben, wie Schultheiß bei dieser Gelegenheit wissen lässt. Die Erholungsfunktion bildeten dabei eine Nische, ein kleines Mosaiksteinchen. Es finden sich viele Burgruinen und Aussichtspunkte im genannten Gebiet. „Da muss man etwas tun“, ist die klare Marschrichtung des Revierleiters und findet dabei offensichtlich auch das Gehör seiner übergeordneten Stellen. Dies kommt natürlich auch der Tourismus orientierten Gemeinde Obertrubach zugute, wo der Herz-Therapie-Weg beginnt und nach etwas mehr als fünf Kilometern auch wieder endet.

Die ursprüngliche Schutzhütte, Anfang der 80er Jahre dort errichtet, befand sich aber mittlerweile durch Witterungseinflüsse in einem verfallenen, nicht mehr nutzbaren Zustand. Lediglich Fundamente und die tragenden Teile sind noch in Ordnung. So wurde das Dach erneuert und die komplette Holzverkleidung in relativ witterungsbeständigem Lärchenholz ausgeführt. Mit dem deutlich vorspringenden Dach passt sie sich gut in die Umgebung ein. Drei Fachkräfte vom Bautrupp des Naturparks Fränkische Schweiz-Veldensteiner Forst, mit hervorragender Erfahrung auf diesem Gebiet, lieferte hier mit der Renovierung eine tadellose Arbeit ab, wie sich auch ihr Geschäftsführer Wolfgang Geißner bei den letzten abschließenden Arbeiten überzeugte.


Bürgermeister Willi Müller von der Gemeinde Obertrubach war zur Schlussabnahme ebenfalls erschienen und dankte allen Beteiligten für ihren Einsatz bei einer guten Sache am Herz-Therapieweg, der einzigartig in Deutschland sei. Die Schutzhütte wurde letztes Jahr in die Förderung des Freistaates Bayern aufgenommen, wie Schultheiß sagte. „Und wir haben es noch vor dem Winter geschafft“, aus den Worten von Schultheiß war auch ein wenig Stolz herauszuhören. Die Hälfte seiner Forstwege seien Wanderwege. „Das müssen wir doch nutzen“, pflichtete Willi Müller bei. Schließlich seien Wandern und Klettern in der Genussregion Franken die wesentlichen Ziele der Besucher. Nach siebentägiger Arbeit ist das Werk vollendet. Wenn hier, an ruhiger geborgener Stelle im Wald, jemand ein paar Stunden länger verweilen würde, hätten die Verantwortlichen auch nicht unbedingt etwas dagegen. Allerdings, so sind sich alle einig, würde keinesfalls eine Feuerstelle geduldet werden. (Text: Fritz Galster)


Bild: Bürgermeister Willi Müller, Mitte links, dankt Forstamtsrat Bernd Schultheiß für die Unterstützung bei der Instandsetzung. Links Wolfgang Geißner, rechts im Hintergrund der Bautrupp nach getaner Arbeit.