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Kletterkonzept für das untere Wiesenttal übergeben
Am Donnerstag, den 07. Mai konnte Helmut Taut, Bürgermeister der Gemeinde Wiesenttal, das Kletterkonzept für seine Gemeinde in Empfang nehmen. Im Rahmen eines Ortstermins am Parkplatz zwischen der Schauertal-Ostwand und der gegenüberliegenden Schauertal-Westwand fanden sich die Mitglieder des Arbeitskreises ein, um der Gemeinde das nun 4 Jahre bearbeitete Konzept zu überreichen.
Unter ihnen waren Barbara Eichler vom Deutschen Alpenverein, Jürgen Kollert von der IG Klettern, Wolfgang Frenzel von der Regierung von Oberfranken, Wolfgang Geißner vom Naturpark Fränkische Schweiz – Veldensteiner Forst sowie Sven König von Frankenjura.com.

Das Kletterkonzept regelt das Miteinander von Natur und Kletterern an den Felsen der Gemeinde, die alle im Rahmen einer Ortsbegehung begutachtet und in Punkto „Klettertauglichkeit“ bewertet wurden. Dies geschah bereits im Jahr 2005. Dabei rangen nicht nur Kletterer und Naturschützer um die beste Lösung, auch weitere Lobbygruppen wie Jäger, der Staatsforst sowie Grundstückseigentümer wurden in die Entscheidungsfindung mit einbezogen, um den bestmöglichen Kompromiss und auch die größte gesellschaftliche Akzeptanz für die Regelungen zu bekommen.

Nach Begutachtung wird jeder Fels einer Zone zugeordnet: Zone1 – Klettern verboten; Zone2 - Klettern erlaubt, aber nur auf bereits bestehenden „Wegen“ Zone 3 – an diesem Fels sind Klettern ist das Klettern erlaubt, auch Neutouren sind gestattet!

Im jetzt übergebenen Kletterkonzept „Unteres Wiesenttal“ sind 56 Türme und Wände auf dem Gemeindegebiet des Marktes Wiesenttal beschrieben.
Die Felsformationen sind der Grund dafür, dass von Kletterern aus aller Welt der Marktgemeinde einen Besuch bescheren. Einer der bedeutendsten Felsen der Gemeinde ist das Streitberger Schild, das hoch über Streitberg thront und sogar nachts beklettert werden kann – vorausgesetzt, die Scheinwerfer zur Beleuchtung des Wahrzeichens sind in Betrieb, was meist an Wochenenden der Fall ist.

Das Kletterkonzept „Unteres Wiesenttal“ ist Teil des flächendeckenden Kletterkonzeptes für den gesamten Naturraum „Nördlicher Frankenjura“, das Mitte der 90er Jahre seinen Anfang nahm und voraussichtlich im Jahr 2013 beendet werden kann.