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Velden-Hartensteiner „Rosstritt“ saniert!
HARTENSTEIN - Mit der Instandsetzung des Wanderweges "Rosstritt" und der Errichtung einer Photovoltaikanlage auf öffentlichen Gebäuden befasste sich der Gemeinderat Hartenstein. Abgelehnt hat das Gremium in seiner jüngsten Sitzung den Antrag des Vereins der Freunde und Förderer der Berufsschule Nürnberger Land, der um Mitgliedschaft der Gemeinde warb sowie die Bitte des Vereins "Mühlenkraft e.V." um finanzielle Unterstützung der Machbarkeitsstudie des Projekts Harnbachmühle.
Als ein "uraltes" Thema bezeichnete Bürgermeister Werner Wolter die Erneuerung des Wanderweges "Rosstritt" zwischen Spielplatz am Heinz-Neidhardt-Ring bis zum Steg am Pegnitzufer in Velden. Das Steilstück sei seit langem durch Niederschläge derart "ausgespült" und deshalb äußerst schlecht zu begehen. In Absprache mit der Gemeinde Hartenstein und der Stadt Velden habe der Bautrupp des Naturparks Fränkische Schweiz-Veldensteiner Forst, der das Projekt bezuschusst, mittlerweile mit den Arbeiten begonnen. Voraussetzung dafür war die Erlaubnis der privaten Waldbesitzer, die bis auf einen Eigentümer der Maßnahme zugestimmt haben. Durch das Veto musste der Steig in einer Länge von etwa 80 Metern auf ein benachbartes Waldstück verlegt werden. Einhellig genehmigten die Ratsmitglieder die finanzielle Beteiligung der Kommune von rund 4 000 Euro netto an den Gesamtkosten der Weginstandsetzung.

Wie berichtet plant die Gemeinde Hartenstein die Errichtung einer Photovoltaikanlage auf den Dächern der Grundschule, der Turnhalle und des Rathauses. Mittlerweile seien mehrere Angebote eingeholt, die aber aufgrund unterschiedlicher Module oder Gewährleistungsfristen schwer zu vergleichen seien, so stellvertretender VG-Geschäftsleiter Klaus Baumgärtner.
Die Vergleichbarkeit soll nun durch eine Abfrage von Kerndaten gesichert werden. Die Anlage sieht eine Leistung von 50 kwPeak vor mit einer Investititonssumme von etwa 120 000 Euro. Weiterhin sei auch die Errichtung einer Photovoltaikanlage auf der Burg Hartenstein ein Thema, sagte Bürgermeister Wolter. Damit könnte man, so Wolter, vor allem den Eigenverbrauch in dem historischen Gebäude kostengünstig abdecken.

Der Antrag des gemeinnützigen Vereins der Freunde und Förderer der Berufsschule Nürnberger Land auf Mitgliedschaft fand im Gemeinderat keine Mehrheit und wurde mit zwei Gegenstimmen von Martin Rost (CSU/WG) und Monika Lauber (SPD/FW) abgelehnt. Ebenfalls negativ aber einhellig beschieden wurde der Antrag des Vereins "Mühlenkraft e.V." auf finanzielle Unterstützung in Höhe von 5 000 Euro für die Erstellung einer Machbarkeitsstudie für das Gesamtprojekt Harnbachmühle. "Muss eine Studie so viel kosten?" fragte sich das Gremium und verwies zudem "auf die noch immer nicht geklärte Rechtslage", wie es in dem Antragsschreiben hieß. "Wir können zum jetzigen Zeitpunkt deshalb keine öffentlichen Gelder hergeben", waren sich die Ratsmitglieder einig. (Text und Bild: Armin Tauber)