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Wegesanierung an der Ludwigshöhle
AHORNTAL - Wird es Frühling in der Fränkischen Schweiz und anderen Gebieten, dann kommt viel Arbeit auf die Männer des Instandsetzungstrupps beim Verein Naturpark Fränkische Schweiz – Veldensteiner Forst e. V. zu.
Noch im Dezember des vergangenen Jahres (zwei Wochen) haben die Arbeiten begonnen, nach weiteren zwei Wochen in 2011 wurden diese kürzlich abgeschlossen. Offiziell im Amtsdeutsch ist die Maßnahme so beschrieben: „Maßnahme Nummer 7 Instandsetzung und Ausstattung des Promenadenweges bei der Ludwigshöhle im Ailsbachtal“. Die Arbeiter Manfred Späthling, Werner Linke und Tino Röhrer haben kräftig in die Hände gespuckt.

So wurde die vorhandene Steintreppenanlage mit 88 Stufen durch den Ausgleich der Tritthöhen sicherer gestaltet, 57 Erdstufen wurden erneuert, die talseitige Wegebefestigung wurde sicherer, ausgestattet mit Eichenkanthölzern und Eisenarmierungen, das vorhandene Schutzgeländer wurde erneuert, man hat die Stabilbauweise angewandt, Bodenverankerungen angebracht und rund 28 Metallpfostenträger einbetoniert. Viel aufwendige Handarbeit war erforderlich und es waren logistische Abstimmungen mit den derzeit vielen Besucherströmen erforderlich. Die ursprünglichen Kosten mussten nochmals neu berechnet werden und so hat die Geschäftsstelle des genannten Vereins einen Kostenaufwand von 16.412,44 Euro ermittelt.

Die oberfränkische Regierung stellt einen Zuschuss in Höhe von 8.206, 22 Euro bereit , das sind 50 Prozent der ermittelten Gesamtkosten und die restlichen 50 Prozent teilen sich der Landkreis Bayreuth und die Gemeinde Ahorntal zu je 25 Prozent. Sowohl 1.Bürgermeister Herbert Dannhäußer als auch Naturparkgeschäftsführer Wolfgang Geißner überzeugten sich kurz vor der Fertigstellung von den Arbeiten und beide schwärmen von der Arbeitsleistung der drei genannten Arbeiter. Diese sind in der kommenden Woche dann in Gößweinstein im Einsatz. Im so genannten „Heiligen Bezirk“ rund um den bekannten Kreuzweg im Wallfahrtsort geht es dann weiter.

Aber nochmals zurück ins Ahorntal, denn die Maßnahme ist auch historisch gesehen mehr als wichtig.
Der genannte Promenadenweg hat viele wichtige Stationen aufzuweisen. Da ist zum einen der „Rennerfelsen“, eine prähistorische Siedlungsstätte der Altsteinzeit, dann die „Theresien – Ruhe“ mit einer Gedenktafel für Königin Therese von Bayern und schließlich noch das „Schneiderloch“, hier versteckte sich im Dreißig – jährigen Krieg ein Schneider. Und dann plötzlich die mächtige „Ludwigshöhle“. Sie ist 14 Meter hoch und sie hat ein 15 Meter breites Eingangstor. Der Innenraum ist 45 Meter breit und ein spaltenartiger Höhlenfortsatz führt weitere 30 Meter in das Berginnere. Das Jahr 1830 war ein wichtiges Jahr für das gesamte Ailsbach- und Ahorntal, denn es war der Besuch von Ludwig I., König von Bayern, eine hohe Ehre für den Landstrich. Die Geschichtsschreiber der damaligen Zeit berichten, dass für die hohen Gäste in der Höhle ein Festbankett gegeben wurde.

Jetzt wird es zwar ein Bankett nicht mehr geben, aber durch die Instandsetzung ist die Höhle für die vielen Wanderer und Naturfreunde auf dem schönen Promenadenweg wieder in einen gewissen Mittelpunkt gerückt. Es lohnt sich hierher zu kommen, denn nicht weit davon ist auch die bekannte „Sophienhöhle“ mit ihren drei Höhlenabteilungen und sie zählt ja bekanntlich zu den schönsten Höhlen der Fränkischen Schweiz.

Bürgermeister Herbert Dannhäußer dankte dem Geschäftsführer Wolfgang Geißner für die Durchführung der Maßnahme, er lobte aber auch die hervorragende Arbeit der drei Arbeiter vom Naturparkverein Fränkische Schweiz – Veldensteiner Forst. Zudem stellte er mit Freude fest, dass die Gemeinde Ahorntal viel Geld in den Tourismus investiere und dadurch immer mehr Besucher ins beschauliche Ahorntal kommen. (Hans Backer)