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Neuer Aussichtsturm ´Hohes Kreuz´ bei Engelhardsberg
ENGELHARDSBERG - Pünktlich zu Beginn der Tourismus- und Wandersaison konnte mit vielen prominenten Gästen der neue Aussichtsturm „Hohe Kreuz“, gelegenen am Frankenweg bei Engelhardsberg, eingeweiht werden. Landrat Reinhardt Glauber bezeichnete den sechseckigen Stahl- Holzturm mit zwölf Metern Höhe, der auf einer Anhöhe von 522 Metern über dem Meeresspiegel hoch über dem Wiesenttal errichtet wurde, als gutes Projekt und als Beispiel dafür, das solche Bauwerke für den Tourismus auch in der Fränkischen Schweiz entsehen müssen.
Der neue Turm, auf dem auch ein Kruzifix nicht vergessen wurde, ist laut Glauber ein guter Beitrag um die gesamte Region positiver zu gestalten. Forchheims CSU-Landtagsabgeordneter Eduard Nöth sprach sogar von einem neuen „Highlight“ für die gesamte Region. Er wünschte sich das auch viele Schulklassen und Vereine den Turm besteigen um von hier aus einen Blick in die einmalige Landschaft des Wiesenttals und darüber hinaus zu werfen. Insgesamt hat der neue Aussichtsturm Hohes Kreuz rund 57000 Euro gekostet. 46575 Euro davon hat die Forstverwaltung der Bayerischen Staatsforsten übernommen. Wie Forstbetriebsleiter Stefan Keilholz sagte, wäre der Turmbau aber ohne einen Zuschuss der Oberfrankenstiftung in Höhe von 10000 Euro und weiteren 10000 Euro durch den Markt Wiesenttal, dessen Bautrupp das Fundament gemauert hat und den alten Turm abriss, nicht möglich gewesen. Keilholz dankte insbesondere auch der Engelhardsbeger Ortsgruppe des Fränkische Schweiz Vereins für deren großes Engagement.

Keilholz sprach von einer Patchworkarbeit und zeigte sich froh, das die Bayerischen Staatsforsten nicht nur Holz machen, sondern auch gesellschaftlich wichtige Aufgaben erfüllen. Laut Keilholz möge der neue Turm auch ein Zeichen dafür sein, das die Bayerischen Staatsforsten auch der Ökologie dienen. Fast hätte es jedoch mit dem Turmbau nicht geklappt, da es Schwierigkeiten gab und dadurch sogar die Zuschüsse in Gefahr gerieten. Keilholz erinnerte an einige kritische Zeiten, die zu durchleben waren. Der alte Turm, der neue ragt nun zehn Meter höher in den Himmel, wurde Anfang der 1970er Jahre vom damaligen Forstamt Streitberg errichtet. Als der Turm marode wurde hatte man 2008 die erste Bauvoranfrage eingereicht.
Ein Jahr später gab es dann einen Ideenwettbewerb den Zimmermeister Henry Distler von der Firma Taut gewann. Es sollte ein sechseckiger Turm werden der in die Landschaft passt und der der Erholung dienen soll. Damit der Turm lange lebt wurde er aus Lärchenholz gebaut und um der Statik zu genügen kam noch eine halbe Tonne Stahl hinzu. Für die Aufstiegsstufen hat man sich für verzinkte Stahlgitterroste entschieden.

Wiesenttals Bürgermeister Helmut Taut sagte, das die Ausführung meisterhaft gelungen sei. „Unser Fundament hat ganz einfach einen Meisterturm verdient“, so Taut, der erklärte, das man mit diesem Bauwerk zu einer lebenswerten Heimat beitrage. Laut taut habe der neue Turm auch ein Alleinstellungsmerkmal und in den nächsten Jahren wird es aufgrund der Bauweise keine Probleme mit dem Unterhalt mehr geben. FSV- Hauptvorsitzender Paul Pöhlmann sagte, das der Wanderer eben auch von Höhen aus in die Landschaft schauen will. Heuer kann sein Verein auf das 110-jährige Jubiläum zurückblicken und schon damals setzten sich die Gründerväter des FSV unter anderem zum Ziel, Aussichtspunkte zu schaffen und zu erhalten.

Da der Turm am Frankenweg liegt, wird er sehr stark frequentiert werden, so Pöhlmann. Den kirchlichen Segen für den Turm und das neue hohe Kreuz spendeten Dekan Günther Werner und sein katholischer Kollege Pater Andreas aus Gößweinstein. Musikalisch umrahmt wurde die Einweihungsfeier von den Wiesenttaler Musikanten unter der Leitung von Harald Hirsch. Als besonderen Leckerbissen gab es für die Gäste Wildscheinbratwürste vom Grill. (Thomas Weichert)