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Generalsanierung des Egloffsteiner Felsentorweges
Egloffstein – Weil das Wandern immer noch die beliebteste Urlaubs- und Freizeitbeschäftigung in der Fränkischen Schweiz mit ihren besonders attraktiven Naturlandschaften ist, wird es notwendig zum einen die Besucher so zu lenken, dass Störungen von Flora und Fauna möglichst unterbleiben, andererseits jedoch auch zu gewährleisten, dass durch Steighilfen und Absturzsicherungen die Sicherheit der Benutzer dieser Einrichtungen gewährleistet wird.
Im Gebiet des Marktes Egloffstein läuft derzeit der kostenmäßig größte Einsatz des Bautrupps des Naturpark Fränkische Schweiz – Veldensteiner Forst in diesem Jahr. Der Aufstieg vom Ende der Rabensteinstraße zu einem Naturdenkmal, zum Felsen-tor, wird generalsaniert. Über diese Trasse verläuft der „Rundweg 1 des Kulturweges Egloffstein“. Weitere Einbindung in das Wanderwegenetz erfolgt durch die Markierung „Blauer Ring“. Dieser langgezogene Steilaufstieg – streckenweise mit Felsensteig-charakter – ist zwar erschlossen mit Treppenanlagen und Sicherungsgeländern, befand sich jedoch in völlig desolatem Zustand und erwies sich als dringend instandsetzungsbedürftig.

Entsprechende Beschwerden von Wandergästen waren bereits in der Verwaltung des Marktes Egloffstein eingegangen. Die Trittstufen waren ausgetreten, und bedeuteten durch hervorstehende Befestigungseisen eine große Stolper- und Verletzungs-gefahr. Die einst vorhandenen Geländer waren morsch und teilweise inzwischen völlig zusammengebrochen. Nun haben die drei Männer vom Bautrupp des Naturparks auf einer Länge von 231 Laufmeter die Geländer erneuert. Verwendet wurde dabei nach Aussage von Naturparkgeschäftsführer Wolfgang Geißner ausschließlich gut abgelagertes Lärchenholz mit einem Querschnitt von 12 cm um eine längere Lebensdauer zu gewährleisten. Die Bodenverankerungen wurde mit einbetonierten Metallpfostenträgern mit extra hohen Schenkeln errichtet. Direkt im Fels wurde mit Schwerlastdübeln gearbeitet. Die insgesamt vorhandenen 230 Erdstufen wurden teilweise ganz erneuert, teilweise mit Eichenschwellen und Eisenarmierung neu befestigt.
Die talseitige Böschung wurde gesichert und der Weg mit Eichenbalken und Eisenarmierung geebnet. Zusätzlich wurden noch drei Sitzbänke aus dauerhaftem heimischen Eichenholz nach dem Modell „Frankenweg“ an den Aussichtsplattformen aufgestellt.

Insgesamt werden die drei Männer vom Naturpark-Bautrupp damit etwa 8 Wochen beschäftigt sein. Die Materialkosten werden sich auf brutto 9.013 € summieren. Für Lohnkosten für insgesamt 960 Stunden fallen 19.468 € an, hinzu kommen rund 6.000 € für Fahrt-, Geräte und Maschinenkosten. Insgesamt errechnet sich so ein Betrag von ca. 35.000 €. Durch den Einsatz von Fördermitteln wird der Eigenanteil des Marktes Egloffstein bei 12.000 € liegen. Gerade im Hinblick darauf, dass ab 2011 zu erwarten ist, dass wegen der aktuellen Sparzwänge die staatlichen Fördermittel gekürzt werden sollen – vielleicht sogar drastisch – mit der möglichen Folge, dass solche Arbeiten nicht mehr durchgeführt werden können, erhält diese für die Infrastruktur der Fränkischen Schweiz so wichtige Maßnahme eine besondere Bedeutung. Seit 29 Jahren gibt es nunmehr einen solchen Bautrupp des Naturparks und sehr viele Gemeinden sowohl im Kreis Bayreuth wie auch im Landkreis Forchheim haben von dem Einsatz profitiert und würden das Fehlen dieser nützlichen Einrichtung durch eine Einbuße ihres touristischen Angebotes schmerzhaft verspüren.

Rolf Riedel