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Neues aus dem Naturpark
FRÄNKISCHE SCHWEIZ (tw)- 17 Gemeinden sowie der Landkreis Bayreuth haben für dieses Jahr verschiedenste Naturparkprojekte, von der Biotoppflege, Besucherlenkung, der Einrichtung von Erlebnispfaden bis hin zur Instandsetzung und Ausstattung von Wanderwegen, beim Naturpark Fränkische Schweiz-Veldensteinder Forst beantragt. Darüber informierte Naturparkgeschäftsführer Wolfgang Geißner kürzlich bei einer Mitgliederversammlung des Naturparkvereins in Muggendorf.
In der Gemeinde Ahorntal soll der Fränkische Gebirgsweg im sogenannten Gartental bei Kirchahorn instand gesetzt werden. Die Gemeinden Aufseß, Velden, Vorra, Hartenstein, Hollfeld und Gößweinstein planen ein neues Wanderleitsystem und Gößweinstein will außerdem einen Sagenweg einrichten sowie den Wanderweg auf den Kreuzberg sanieren. Die Stadt Betzenstein hat die Instandsetzung des Wanderwegs zum Berghäusl beantragt und die Stadt Gräfenberg will einen Erlebnisweg entlang der Kalkach durch das Stadtzentrum einrichten. Die Gemeinde Litzendorf plant einen Erlebnisweg bei Melkendorf und in Neuhaus an der Pegnitz sollen Panoramatafeln auf den Aussichtspunkten bei Grottenhof und auf der Burg Veldenstein aufgestellt werden. In der Gemeinde Obertrubach soll unter anderem ein Wanderweg bei Bärnfels neu geschaffen werden und die Stadt Pegnitz hat die Einrichtung des „Kulturwegs Troschenreuth“ beantragt.

Die Gemeinde Plankenfels hofft auf Fördermittel für einen Lückenschluss des Wanderweges von Plankenfels nach Wadendorf im Wiesenttal und die Stadt Pottenstein hat sogenannte Besucherlenkungsmaßnahmen im Naturschutzgebiet „Trockenhänge um Pottenstein“, am Aufstieg zur „Wetterfahne“ und am „Geozentrum Hohenmirsberger Platte“ beantragt. Der Markt Pretzfeld plant die Erneuerung des Kirschenlehrpfades und die Stadt Waischenfeld hat Felsfreilegungsmaßnahmen am Buchberg beantragt. Der Landkreis Bayreuth will auf seinen Flächen am Hainberg bei Pegnitz die wertvollen Mager- und Trockenrasenstandorte erhalten und der Naturpark selbst plant die Neuauflage der Faltblätter „Willkommen im Naturpark“ und „Klettern im Frankenjura“. Weiter informierte Geißner, dass derzeit ein weiterer Naturpark-Infopunkt in der Dreieckshütte am Wanderparkplatz bei Winterstein in der Gemeinde Simmelsdorf entsteht. In Bezug auf die zahlreichen Kleinhöhlen der Wiesentalb stellte Geißner fest, dass die wilde Nutzung der Höhlen weiterhin zunimmt.

Damit verbunden ist, abgesehen von unerlaubten Feuerstellen in der Höhle, eine teilweise erhebliche Verschmutzung durch Abfälle aller Art. In Abstimmung mit dem Landesamt für Umwelt sollte deshalb in einem Musterprojekt eine derartige „Freizeithöhle“ geschaffen werden.
Dafür vorgesehen war zunächst die Reipertshöhle bei Bärnfels im Landkreis Forchheim. Leider konnte das Verfahren dort nicht durchgezogen werden weil es an teils konträren Ansichten beteiligter Behörden und Institutionen scheiterte. Dagegen war ein erneuter Versuch im Landkreis Bayreuth erfolgreich. Die sogenannte „Wettersteinhöhle“ bei Leupoldstein in der Gemeinde Betzenstein ist nun als „Freizeithöhle“ gewidmet worden. Buchen kann man die „Feierhöhle“ über die Stadt Betzenstein. Aus dem Arbeitskreis Klettern berichtete Geißner, das mit den Begehungen für das Kletterkonzept „Hirschbachtal und Umgebung“ begonnen wurde. Abgeschlossen wird es vorsaussichtlich in zwei Jahren. „Dann sind sämtliche rund 1000 Kletterfelsen mit 10000 Touren im Naturparkgebiet der Kletterregion Frankenjura in unsere fränkische Kletterregelung einbezogen“, so Geißner.

Ein neues Naturparkprojekt gibt es aber auch in der Metropolregion Nürnberg. Mit dem Projekt „Metropolregion im Grünen – Vernetzung der Naturparke“ sollen alle zehn Naturparke in der Metropolregion noch enger zusammenrücken und vernetzt werden. Dieses Projekt wird als Modellvorhaben der Bundesraumordnung mit 20000 Euro gefördert. Zielsetzung ist die Erhaltung der Kulturlandschaft, gleichzeitig aber auch deren touristische Vermarktung. „Nachhaltige Entwicklung“ lautet das Schlagwort für die anvisierte Aufwertung im Dialog zwischen Stadt und Land. Ein weiteres Projekt in der Metropolregion, dass derzeit bearbeitet wird, ist die Erstellung einer Broschüre mit Wandertipps aus den Naturparken die in erstere Linie als Lehrerhandreichung für Klassenausflüge und Schulwandertage gelten soll. Sämtliche Wandertipps kann man bereits auf der neu geschaffenen Webseite www.kompass.zukunftskompass.de abrufen. Ein neues Projekt der Deutschen Naturparke wird die Kampagne 2011 „Mein Naturpark“ sein, die das Besondere der Naturparke wie Natur und Landschaft, Erlebnisse, Erholung, Stille, Abenteuer oder Schönheit betonen soll.
Thomas Weichert