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Traditionsreicher Rabenstein-Promenadenweg wurde saniert
Gestern Nachmittag stellte Landrat Hermann Hübner auf Burg Rabenstein eine der wohl größten Naturparkmaßnahmen in diesem Jahr vor, die vom Arbeitstrupp des Naturparkvereins Fränkische Schweiz-Veldensteiner Forst fast abgeschlossen wurde. Im Gemeindegebiet des Ahorntals wurde der Fränkische Gebirgsweg um die Sophienhöhle und die Burg Rabenstein für rund 35000 Euro instandgesetzt und teilweise neu hergerichtet und ausgestattet.
Sämtliche Geländer waren in einem sehr maroden Zustand, teils nur noch notdürftig zusammengeflickt, teils bereits zusammengebrochen, so dass eine Erneuerung dringend angeraten war. 330 Meter Geländer wurden erneuert und mehr als 40 Erdstufen mit Eichenschwellen und Eisenarmierung wieder neu instand gesetzt. Hinzu kamen Böschungssicherungsmaßnahmen und der Einbau einer Hangbrücke mit einer Spannweite von 6 Metern sowie die Errichtung von Sitzbänken. Vom Freistaat gab es für die Gesamtmaßnahme einen Zuschuss von 50 Prozent, den Rest finanzierte die Gemeinde Ahorntal, der Landkreis Bayreuth und Burgherr Wolfgang Dess.

Hübner dankte insbesondere Naturparkgeschäftsführer Wolfgang Geißner und dessen dreiköpfigem Arbeitstrupp, den es seit 28 Jahren gibt. Laut Hübner ist das Wandern nach wie vor eine der beliebtesten Urlaubs- und Freizeitbeschäftigungen. Zu den Höhepunkten der Wanderwege zählen besonders attraktive Naturlandschaften wie eben die Naturparkregion Fränkische Schweiz-Veldensteiner Forst. "Gerade deshalb sei es äußerst wichtig und notwendig, regelmäßig geeignete Leiteinrichtungen zu schaffen oder auf dem neuesten Stand zu halten, um die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten und Störungen von Flora und Fauna zu minimieren", so Hübner.

Der "Fränkische Gebirgsweg" ist ein zertifizierter Qualitätsweg des "Wanderbaren Deutschland" mit entsprechender Bewerbung und hoher Frequentierung.
Er beginnt im Frankenwald und führt mit einer Gesamtlänge von 425 Kilometern über das Fichtelgebirge durch die östliche Fränkische Schweiz bis nach Hersbruck. Zu seinen markantesten Highlights zählen sicher auch die aussichtsreichen Felsensteige zwischen der Burg Rabenstein und der Sophienhöhle. Dieser Wegabschnitt ist besonders stark frequentiert, denn diese Wandertrasse nutzen auch die Besucher des "7-Tage-Fränkische-Schweiz-Fernwegs" und der Sophienhöhle wie der Burg und des traditionsreichen "Rabenstein-Promenadenweges". Letzterer wurde bereits 1830 anlässlich eines Besuches des Bayerischen Königspaares errichtet. Die dortigen Felssteige sind teilweise kaum breiter als einen Meter, mit senkrechtem Felsabbruch auf der Talseite. Daher sind zahlreiche Schutzgeländer und Treppenanlagen nötig. Dies betrifft vor allem die Abschnitte ab der Burg Rabenstein, über dem Aussichtsfelsen "Parapluie" sowie um die Sophienhöhle.

Seit 2006 konnten über den Naturparkverein solche und ähnliche Maßnahmen wie die Biotoppflege, Besucherlenkungsmaßnahmen, die Errichtung von Lehrpfaden oder die Sicherung des Fledermausquartiers in der Oberailsfelder Pfarrkirche St. Burkard mit Gesamtkosten von insgesamt rund 650000 Euro im Landkreis Bayreuth verwirklicht werden. Die staatlichen Zuschüsse beliefen sich auf rund 365000 Euro und der Kreis beteiligte sich mit rund 150000 Euro daran.