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Biologische Vielfalt in Naturparken erhalten VDN fordert Unterstützung durch Länder und Kommunen
"Die 101 Naturparke auf mehr als einem Viertel der Fläche Deutschlands leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Tier- und Pflanzenarten und ihrer vielfältigen Lebensräume" unterstreicht Dr. Michael Arndt, Präsident des Verbandes Deutscher Naturparke e. V. (VDN), anlässlich der Eröffnung des "Internationalen Jahres der biologischen Vielfalt 2010".
"Die 101 Naturparke auf mehr als einem Viertel der Fläche Deutschlands leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Tier- und Pflanzenarten und ihrer vielfältigen Lebensräume" unterstreicht Dr. Michael Arndt, Präsident des Verbandes Deutscher Naturparke e. V. (VDN), anlässlich der Eröffnung des "Internationalen Jahres der biologischen Vielfalt 2010". "Es ist wichtig, dass Deutschland seinen internationalen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt leistet und ebenso wichtig ist es, vor der eigenen Haustür zu beginnen. Hier tragen die Naturparke mit ihrer gesamten Arbeit zum Erhalt der biologischen Vielfalt in Deutschland erheblich bei." Dies wird auch in dem Projekt "Biologische Vielfalt in Naturparken stärken" deutlich, das der VDN derzeit mit Förderung des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) aus Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) durchführt.

Das Selbstverständnis der Naturparke und deren gesellschaftliche Rolle hat seit Beginn der Naturpark-Bewegung 1956 eine starke Weiterentwicklung erfahren. Der VDN hat 2006 mit dem "Petersberger Programm der Naturparke in Deutschland" die aktuelle Zielrichtung für die Entwicklung der Naturparke formuliert und hierbei einen Schwerpunkte auch beim Erhalt der biologischen Vielfalt gesetzt. "Die historisch gewachsene Arten- und Biotopvielfalt unserer Kulturlandschaften", so Arndt, "ist das wichtigste Kapital der Naturparke, das es zu sichern, zu erhalten oder wiederherzustellen gilt. Hierzu bedarf es der Integration von Naturnutzung und Naturschutz." Die Bundesregierung hat im Rahmen der 7. Vertragsstaatenkonferenz zur "Konvention über biologische Vielfalt (CBD)" den Beschluss unterstützt, der die Einrichtung und Unterhaltung umfassender, effektiv gemanagter nationaler und regionaler Schutzgebietssysteme vorsieht.
Auch die Neufassung des Bundesnaturschutzgesetzes betont in §3 Abs. 4 die Bedeutung der Naturparke für die Landschaftspflege und den Naturschutz. "Dies heißt aber auch", so Arndt weiter, "dass Naturparke personell und finanziell entsprechend ausgestattet werden müssen, um ihrer Verantwortung und ihrem gesetzlichen Auftrag gerecht werden zu können. Der VDN fordert deshalb eine ausreichende Unterstützung der Naturparkarbeit durch Länder und Kommunen."

Naturparke sind auch besonders dafür geeignet, Menschen dafür zu gewinnen, sich für den Erhalt der biologischen Vielfalt einzusetzen. Durch eine breite Umweltbildungs- und Öffentlichkeitsarbeit vermitteln Naturparke Informationen sowohl über Lebensräume und deren Tier- und Pflanzenwelt, als auch über Geschichte und Kultur der Region. Mit allen Sinnen gesammelte Erfahrungen regen die Besucher zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der Natur an. Als Netzwerker in den Regionen arbeiten Naturparke mit Partnern aus Naturschutz und Landschaftspflege erfolgreich zusammen. "Entscheidend für die Erfolge zum Erhalt der biologischen Vielfalt ist", so Arndt, "dass die Länder und Kommunen Naturparke als ein strategisches Instrument für die Integration von Naturschutz und nachhaltiger Entwicklung im ländlichen Raum und ihre Förderung als eine Investition in eine zukunftsorientierte Infrastrukturleistung hierfür begreifen."