Zur Startseite


















                                      
Bahnhofsgebäude in Muggendorf kommt zu neuen Ehren
WIESENTTAL - Das ehemalige Bahnhofsgebäude in Muggendorf erwacht aus seinem „Dornröschenschlaf“ und kommt zu neuen Ehren. In dem Bau aus den zwanziger Jahren entsteht „das“ Informationszentrum des Naturparkvereines „Fränkische Schweiz-Veldensteiner Forst“.
Wiesenttals Bürgermeister, Helmut Taut „Unsere Begeisterung kennt keine Grenzen“. Die geschätzten Kosten belaufen sich auf ca. 300 000 Euro. 270 000 und somit 90 Prozent einer Förderung kommen aus dem Konjunkturprogramm des Bundes. Die Sanierungs- und Umbaukosten am Gebäude belaufen sich auf geschätzte 179 000 Euro. 82 000 Euro sind für die Ausstattung vorgesehen, der Rest sind Baunebenkosten. Wie die Vertreter der Regierung von Oberfranken, Reimund Philbert und Wolfgang Frenzel ausführten, sei der Bewilligungsbescheid nur noch eine reine Formsache. Der Informationsschwerpunkt sei überwiegend dem Themenbereich Natur-und Artenschutz, der Landschaftspflege sowie der Erholung im Naturpark gewidmet.

Dies habe nicht nur ortsbezogen sondern naturparkdeckend zu erfolgen. Spezielle Naturausstattungen wie Höhlen oder Sportkletterei, Geologie usw. seien besonders hervorzuheben und durch geeignete Maßnahmen darzustellen, so die Beschreibung des Projektes. „Wir haben keine Konkurrenten und können uns hier austoben. Es wird eher ein Problem sein, uns zu beschränken“, so Wolfgang Frenzel. Bürgermeister Helmut Taut hatte zu einem großen „runden Tisch“ ins Wiesenttaler Rathaus eingeladen. Die Aussagen aller Beteiligten zu dem Projekt waren positiv. Der Zweite Vorsitzende der DFS, Bernd Kittler: „Als Eisenbahner freut es uns, dass aus dem Haus wieder ein Bahnhof wird, denn in Muggendorf werden künftig regelmäßig Zugkreuzungen stattfinden“. Friedrich Wiedenbein vom Ammonitenmuseum in Streitberg möchte bei der Ausstattung des Info-Zentrums sein Wissen mit einbringen.

Für den örtlichen FSV-Vorsitzenden Adolf Wunder ist das künftige Informationszentrum das wichtigste Ereignis im Laufe seiner über dreißigjährigen Vorstandstätigkeit.
Xaver Bauer, Vorsitzender der Tourismuszentrale steht der Sache äußerst aufgeschlossen gegenüber. Seitens des Tourismus könne man u.a.die Historie der Fränkischen Schweiz darstellen. Der Leiter des Arbeitskreises „Höhlen und Karst“ im Fränkische-Schweiz-Verein, Dieter Preu, möchte das Thema Höhlen „ganz nach vorne rücken“. Wir müssen bei diesem Projekt an einem Strang ziehen, meinte Norbert Jungkunz vom FSV Streitberg. Der Geschäftsführer des Naturparkvereines, Wolfgang Geißner drückte seine Freude darüber aus, dass „so ein großer Naturpark“ diese Einrichtung bekommt. Engagieren möchte sich auch Dieter Häntzschel vom Muggendorfer Eisenbahnmuseum.

Ungeteilter Glückwunsch kam von Toni Eckert, Kulturmanager im Landkreis Forchheim. Er fasst eine Vernetzung mit Laeder-plus Projekten im Landkreis ins Auge. Rainer Hofmann vom Fränkische-Schweiz-Museum möchte sich im musealen Bereich mit einbringen. „Phantastisch, dass so etwas geplant ist“, äußerte sich die Leiterin der Binghöhle, Katja Schönhöfer-Huhn. Das Info-Zentrum sei auch eine Attraktion für Familien und Kinder. Anke Messingschlager freut sich auf eine neue Aufgabe in der Koordination zwischen dem Naturpark-Zentrum und der Wiesenttaler Tourist-Info. Bürgermeister Helmut Taut rechnet mit einem Baubeginn Anfang 2010. (Paul Pöhlmann)