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Naturparkarbeiten in Betzenstein
BETZENSTEIN (vz) - Die Chefs kamen persönlich, Wolfgang Geißner vom Naturparkverein und Bürgermeister Claus Meyer von der Stadt Betzenstein. Sie begutachteten die Arbeiten das Bautrupps an den Gerhardsfelsen und waren mit dem Gesehenen rundum zufrieden. Margit Dippold vom Fremdenverkehrsamt machte gleich Fotos fürs Betzensteiner Internet.
Einer war nicht zufrieden: Wolfgang Geißner. Er bedauerte, dass der beantragte staatliche Zuschuss gekürzt wurde. So können zwei marode Bänke nicht erneuert werden, denn Erneuerungen würden nicht mehr bezuschusst, musste er sich sagen lassen.

Der Bautrupp des Naturparkvereins hat gut gearbeitet. Über 70 Stufen wurden erneuert mit Steinschwellen und Stahlhalterungen und dazwischen liegen dutzende von Zentnern Schotter, die eimerweise hochgetragen und aufgeschüttet wurden. Ein massives Geländer aus Rundholz erleichtert den Aufgang. Oben ist der "Aussichtspunkt I", wie er im Plan bezeichnet wurde, fast fertig. Neue einbetonierte Halterungen schützen Wanderer und Ausflügler und beim "Aussichtspunkt II", weiter östlich ist die Fundamentierung erledigt, doch fehlen noch die dicken Absperrungen aus Rundholz. Dies will man bis zum Wochenende erledigen, meinten die beiden Fachkräfte Manfred Späthling und Timo Löhrer, die allerdings hoffen, dass der "dritte Mann", ausgefallen wegen Krankheit, doch noch kommt.

Rund 7400 Euro Zuschuss wurden bewilligt, die Stadt zahlt ihren Anteil, der Landkreis ebenfalls und einiges kann auch der Naturparkverein zuschießen, meinte Wolfgang Geißner. Einiges bleibe aber noch zu tun, denn er ist - wie auch Bürgermeister Claus Meyer - der Meinung, dass eine Reihe von Bäumen beseitigt werden müssen. Im Felsenbereich macht dies der Bautrupp - durch Seile gesichert , doch am Fuß der Gerhardsfelsen möchte der Bürgermeister das Fällen einiger Bäume einem Selbstwerber überlassen, sofern sich dafür jemand findet.


Vom "Aussichtspunkt I" ist derzeit ein Blick auf die Stadt fast unmöglich, weil alles zugewachsen ist. Beim "Aussichtspunkt II" dagegen ist fast die ganze Stadt zu übersehen und einige störende Bäume werden dort noch vom Naturparkbautrupp entfernt. Beim Blick auf die Stadt bedauerte Claus Meyer, dass von den Burgen aus dieser Höhe nur die Dächer zu sehen sind. Er habe zwar mit den Besitzern gesprochen und dort das Thema "Freistellung" besprochen, doch große Bereitschaft auf Auslichtung sei nicht zu erkennen gewesen. Er hofft jedoch, dass doch noch ein Konsenz gefunden wird.

Naturparkverein und Stadt sind überzeugt, dass durch diese Verbesserungen ein weiterer wichtiger Beitrag für die "Qalitätsoffensive Wandern" geleistet wird, wie es der Deutsche Wanderverband fordert. In allererster Linie geht es aber um Ausflügler, Gäste aus Betzenstein und Umgebung und Kletterer, denn für die sind die Gerhardsfelsen am Rand der Stadt ein beliebtes Ziel, auch wenn sie immer noch hinter Bäumen "versteckt" sind. Das wird sich jedoch ändern.

Wolfgang Geißner dazu: "Es müssen Leiteinrichtungen geschaffen werden, um durch gezielte Lenkung der Besucher, die Störungen von Flora und Fauna zu minimieren. Durch entsprechende Einrichtungen muss man die Sicherheit der Besucher gewährleisten, etwa durch Steighilfen und Absturzsicherungen durch Geländer an Aussichtspunkten." (von Claus Volz)